Rezension zu „Rocky Mountain Lion“ von Virginia Fox

Quinn arbeitet in einem Wildtierreservat in der Kleinstadt Independence in den Rocky Mountains. Eigentlich der perfekte Job, wäre da nicht Quinns Verdacht, dass Wilderer in ihrem Schutzgebiet unterwegs sein könnten. Die vorweihnachtliche Ruhe ist dahin und Quinn begibt sich im Alleingang auf Spurensuche. Verdächtig erscheint ihr auch ihr Kollege Archer, der seit einer Weile im Reservat arbeitet und bei genauem Hinsehen nicht der zu sein scheint, der er vorgibt. Aus der Suche nach dem Wilderer erspannt sich schnell eine Jagd, in der es nicht nur für die Tiere um Leben und Tod geht. Und ganz nebenbei entwickelt sich die ein oder andere Liebelei…

„Rocky Mountain Lion“ ist der neunte Band einer Reihe der Autorin Virginia Fox. Alle Bände spielen in der fiktiven Kleinstadt Independece in den Rocky Mountains. In jedem Band werden die Geschichten von einzelnen Einwohnern der Stadt erzählt. Da die Geschichten jeweils in sich geschlossen sind, lassen sich die Bände auch einzeln lesen. Für mich war dieser Band der erste der Reihe (übrigens sicher nicht der letzte, um das schon mal vorwegzunehmen 😉 ) und ich bin, nachdem ich es zunächst schwierig fand, die vielen Personen auseinanderzuhalten, schnell in die Geschichte gekommen.

Ungewohnt fand ich, dass Quinn und Archer sich schon auf den ersten Seiten näherkommen, wohingegen man laut Klappentext eine sich anbahnende Liebesgeschichte erwartet. Auch habe ich zunächst nicht verstanden, dass sie sich schon seit einigen Monaten kennen, denn alles kommt so abrupt in Gange. Vorteil ist, dass gerade nicht das Klischee erfüllt wird, dass man schon nach den ersten Seiten weiß, wie sich die Geschichte entwickelt, sondern immer mal wider überrascht wird.

Der Schauplatz des Romans hat mir besonders gefallen. Diese amerikanischen Kleinstädte mit ihrem Klatsch und Tratsch und dem obgligatorischen Diner im Ort fand ich schon seit den Gilmore Girls damals toll und dieses Feeling konnte die Autorin hier in den Büchern sofort wecken. Man lernt die unterschiedlichsten Charaktere kennen – besonders gefallen haben mir die älteren Damen, die Besitzer des Diners sind, und es lieben, Wetten über alles und jeden abzuschließen und dabei manchmal schon mehr wissen, als die Beteiligten zu ahnen glauben.

Genau diese Kleinigkeiten sind, es, die den Roman ausmachen. Durch die Vielzahl an Personen gibt es nicht nur den Haupterzählstrang, sondern zahlreiche kleine Begebenheiten, die einen besonderen Charme hervorrufen. Ich habe mich beim Lesen die ganze Zeit richtig wohl gefühlt, auch wenn es mal spannend und sogar blutrünstig wurde.

Fazit: Der Roman bietet gelungene Unterhaltung für ein paar wohlige Stunden Lesezeit. Man sollte nicht erwarten, das reale Leben vorzufinden, in dem es leider nicht immer so positiv ausschaut wie in diesem Roman, aber genau das kann man ja auch oft genug gebrauchen. Ich freue mich schon darauf, die vorherigen Bände der Reihe zu verschlingen und noch häufiger nach Independence entführt zu werden.

viersterne

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