Rezension zu „Das Schaf-Komplott“ von Carine Bernard

Molly Preston ist Ende 20, bildhübsch, intelligent und arbeitet für eine geheime Abteilung in der EU im Bereich der Wirtschaftskriminalität.Mit ihrem Freund Charles, den sie leider viel zu selten sieht, plant sie einen Urlaub im idyllischen Yorkshire. Dort angekommen, ereilt sie direkt ein herber Rückschlag: Charles schafft es nicht, sie in den Urlaub zu begleiten. Molly wäre nicht Molly, wenn sie sich davon unterkriegen lassen würde und entschließt sich, allein die Tage im Cottage zu verbringen. Die Bitte ihrer Gastwirtin kommt ihr da halbwegs gelegen, denn es geht um Mollys Hobby: das Geocachen. Die aufgelöste Wirtin vermisst ihren Mann, der am Vortag zum Lösen eines Geocaching-Rätsels aufgebrochen ist und nicht zurückkehrte. Molly macht sich auf die Suche und steht schnell vor zwei ganz anderen Rätseln: einem Toten und einer gestohlenen Schafsherde…

Krimis und Thriller sind nicht mein bevorzugtes Genre, das ich es eher unblutig mag. Da finde ich es umso schöner, dass sich in den letzten Jahren die sogenannten „Cosy-Krimis“ etabliert haben. Hier geht es nicht brutal zu und dennoch spannend. „Das Schaf-Komplott“ von Carine Bernard ist der zweite Teil in der Reihe um Molly Preston. Nachdem der Leser im ersten Teil „Der Lavendel-Coup“ (zu meiner Rezension) in die schöne Provence entführt wurde, geht es im zweiten Teil auf die Insel nach Yorkshire, mitten in die ländliche Idylle und die Schafsherden.

Sehr bildlich werden die Umgebung, typische Schauplätze, kulinarische Spezialitäten  und die Eigenschaften der hiesigen Bevölkerung beschrieben. Beim Lesen fühlt man sich wirklich wie im Urlaub und einige Fotos vervollständigen die eigenen Vorstellungen. Eine perfekte Lektüre für Zwischendurch, wenn man sich vom Alltag befreien, ein paar Stunden abschalten möchte und mit Molly miträtseln mag. Durch das Geocachen wird der Leser direkt mit in die Geschichte einbezogen, kann interagieren und wenn man Interesse an Rätseln hat, kommt man voll auf seine Kosten.

Auch in diesem zweiten Teil war mir Molly wieder sehr sympathisch und mir hat besonders gefallen, dass sie nun mehr mit anderen Charakteren kommuniziert. Das macht die Geschichte lebendig und unterhaltsam. Molly besitzt ein gesundes Maß an Mut und zieht immer die richtigen Schlüsse. Hier hätte ich mir gewünscht, wenn nicht alles so geradlinig verlaufen würde. Ein paar Überraschungen wären schön gewesen und am Ende ging mir die Auflösung zu schnell, ein paar Seiten mehr hätten dem Roman für meinen Geschmack gut getan.

Fazit: „Das Schaf-Komplott“ ist eine gelungene Lektüre für Zwischendurch, die Unterhaltung verspricht und dem Leser Yorkshire richtig heimisch macht. Wer Cosy-Krimis mag, ist hier goldrichtig.

viersterne

978-3-426-21559-3_druck-34996795

Taschenbuch, Knaur TB
02.05.2016, 226 S.
ISBN: 978-3-426-21559-3

Zur Buchseite des Verlags

 

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4 Gedanken zu “Rezension zu „Das Schaf-Komplott“ von Carine Bernard

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