„Frozengirl @Bea“: Was passiert eigentlich mit unserem „Digitalen Ich“, wenn wir nicht mehr leben? – Tag 6 der Blogtour + Gewinnspiel

Herzlich Willkommen zum 6. Tag unserer Blogtour zu
„Lass uns fliegen“ von Katrin Bongard!

Heute bin ich an der Reihe und habe mir ein Thema ausgesucht, über das ich vor der Lektüre des Romans noch gar nicht groß nachgedacht habe. Ein typisches Thema, über das man eigentlich auch gar nicht nachdenken möchte, denn mit dem Tod beschäftigt man sich doch nie gerne, oder? Erst recht nicht mit dem unwahrscheinlichen Fall, dass man durch einen Unfall oder unglücklichen Umstand plötzlich aus dem Leben gerissen wird.

Frozengirl @Bea draußen blühen die bäume aber hier drinnen ist winter. vermisse dich

Im Roman ist es Paulinas Schwester Bea, die viel zu früh starb, ihr ganzes Leben noch vor sich hatte. Und wie so gut wie alle von uns ist auch Bea in den sozialen Netzwerken unterwegs gewesen. Die spannende Frage, die im Roman aufgeworfen wird, ist:

Was passiert eigentlich mit unserem „Digitalen Ich“, wenn wir nicht mehr leben?

„Was passiert eigentlich mit all den anderen Dingen?“
„Welchen Dingen?“
„Na, Beas Facebook-Account, Twitter oder Instagram? Habt ihr die schon abgemeldet?
„Wie denn, ich kenne ihre Passwörter doch nicht.“
„Abgefahren. Dann lebt sie also noch im Netz. Komisch, oder? Stell dir vor, wie viele Leute schon längst tot sind und ihre Accounts bestehen weiter. Kann man das nicht irgendwie regeln?“

Im Gegensatz zu mir haben sich andere darüber natürlich schon so ihre Gedanken gemacht und im Netz findet man ganz unterschiedliche Meinungen zum Umgang mit dem „digitalen Ich“ im Falle eines plötzlichen Todes. Die Trauerkultur hat sich mit dem Internet und der zunehmenden Digitalisierung stark gewandelt. Ging man früher zum Friedhof, um einem Verstorbenen zu gedenken oder betrachtete Fotos und andere Andenken, um sich zu erinnern, nutzen viele Menschen nun die Profile in den sozialen Netzwerken als Ort des Gedenkens. Zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder an Tagen, die eine gemeinsame Bedeutung hatten, drücken sie ihre Trauer durch einen Eintrag im Profil aus. Dies kann kuriose Züge annehmen, wenn man sich verhält, als würde der Verstorbene noch leben und ihm weiterhin Mitteilungen sendet. Und ist das wirklich gut oder sollte man die Profile löschen, um abschließen zu können und es als wichtigen Schritt in der Trauerbewältigung sehen?

social_networks-1024x683 (Quelle: www.ichimnetz.de)

Ich denke, im Fall der Fälle gibt es kein Richtig oder Falsch. Trauer ist so individuell, dass auch jeder selbst entscheiden darf, ob das „Digitale Ich“ der verstorbenen Angehörigen weiter bestehen sollte, oder nicht. Sicherlich hängt es auch davon ab, inwieweit der Verstorbene die sozialen Medien genutzt hat und sich sogar vielleicht einen digitalen Nachlass schaffen wollte. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es in einigen Jahren auch schon normal ist, selbst im Testament zu regeln, was nach dem Tod mit den Accounts geschehen soll. Schon jetzt gibt es die Möglichkeit dazu und einige Firmen haben den digitalen Nachlass bereits als Geschäftslücke entdeckt.

Im Roman wählt Paulina ihren ganz eigenen Weg im Umgang mit Beas Accounts. Wie sie sich entscheidet und was es genau mit Frozengirl @Bea auf sich hat, dürft ihr selbst in „Lass uns fliegen“ nachlesen!

Dazu könnt ihr direkt die Chance nutzen, und für eine der Printausgaben in den Lostopf hüpfen. An jedem Blogtourtag habt ihr die Möglichkeit, ein Buch zu gewinnen, indem ihr am jeweiligen Tag einen Kommentar hinterlasst und auf die Gewinnspielfrage antwortet. Erst am Ende der Tour wird ausgelost, also schaut auch noch bei den vergangenen Beiträgen (zum Tourfahrplan) vorbei und erhöht eure Chance. Morgen geht es bei http://www.cupofteaandbook.blogspot.de/ weiter!

___________________________________________________________

Gewinnspiel:

Die heutige Gewinnspielfrage lautet:

Wie findet ihr es, wenn ernste Denkanstöße in Jugendromanen gegeben werden?

13087566_1265194583509374_21078791873482578_n

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

Teilnahmebedingungen:

  • Im Gewinnfall schickt ihr eure Adresse an Red Bug Books (Kontaktmöglichkeit erfahrt ihr bei Gewinnerbekanntgabe). Die Adresse wird nur für den Versand genutzt.
  • Ihr seid mindestens 18 Jahre alt oder habt eine Einverständniserklärung eurer Eltern.
  • Der Name, den ihr in eurem Kommentar angebt, wird im Gewinnfall öffentlich genannt.
  • Versand nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.
  • Für den Postweg wird keine Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist ist möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

UPDATE: Die Gewinner der Bücher findet ihr auf www.redbug-culture.com/blog

Advertisements

21 Gedanken zu “„Frozengirl @Bea“: Was passiert eigentlich mit unserem „Digitalen Ich“, wenn wir nicht mehr leben? – Tag 6 der Blogtour + Gewinnspiel

  1. Guten Morgen,

    ich finde es gut wenn auch ernste Themen in Jugendbücher gepackt werden. Es regt an, über Sachen nachzudenken an die manch einer ansonsten keinen Gedanken verschwenden würde.

    Super Beitrag und eine wirklich gute Blogtour.

    LG Tina

    Gefällt mir

  2. Ich habe auch schon Gedanken über meine virtuellen Fussstapfen gemacht und mich dazu entschlossen…ist mir eigentlich egal…ich bin ja Tod…mein Partner kennt meine Passwörter und wenn er möchte kann er alles beenden…das überlasse ich ihm….Ansonsten finde ich es ganz gut, wenn auch mal ernste Denkanstösse in einem Jugendbuch erscheinen…sie sollten nur nicht zu Schulbuchmässig sein…geschickt verpackt, dass man sich während des Lesens immer mal Gedanken macht, wie man selbst damit umgeht…denke das ist schon ok..

    Gefällt mir

  3. Ich finde es gut, wenn Jugendbücher Denkanstöße geben, denn manchmal denkt man über einige Probleme ja gar nicht nach. Es ist schon wichtig, dass man nicht immer nur die Meinung „der Masse“ kopiert, sondern selber auch mal aktiv denkt 🙂
    LG Tomatenkind von LB

    Gefällt mir

  4. Hallo,
    toller Beitrag. Vielen Dank dafür.
    Ich finde so etwas sehr gut. Denn gerade in diesem Alter ist es wichtig sich mit vielfältigen Themen auseinander zusetzen. Denn so gelangt man ja nur zu einer eigenen Meinung. =)
    Liebe Grüße
    Jeannine M.

    Gefällt mir

  5. Guten Morgen =)

    Wirklich sehr interessanter Beitrag! Ich hab vorher auch nie darüber nachgedacht. Ich glaube es kann anfangs schon hilfreich sein dem Account aufrecht zu erhalten. Zum beispiel um in Erinnerungen zu schwelgen oder seine Trauer auszudrücken und das auch anderen zu ermöglichen. Aber es sollte einen Punkt geben, an dem man damit abschließt und den Account entfernt. Das sollte nicht über Jahre gehen.

    Ich finde es zur Abwechslung ganz gut, wenn auch mal ernste Themen in JugendBücherm besprochen werden. Unterhaltung und Denkanstoß unter einen Hut zu bekommen ist sicher nicht einfach.

    LG
    Anja

    Gefällt mir

  6. Auch ich finde ernste Themen in Jugendbüchern wichtig. Nur die Jugendliche oft nicht. Ich habe zwei Teenagertöchter. Wenn sie schon mal lesen, dann sicher keine Problembücher. Sie wollen beim Lesen Spaß haben oder sich leicht gruseln, aber keine Probleme wälzen. So lese ich halt diese Bücher…
    Das digitale Erbe ist eine ernste Sache. Ich werde regelmäßig aufgefordert von Facebook eine verstorbene Schulfreundin auf meine Fanseite aufmerksam zu machen. Da könnte ich jedesmal heulen. Doch so denke ich an Sie.

    Gefällt mir

  7. Wow, danke für diesen Beitrag mit einem so ernsten Thema , wo sich glaube ich Grade junge Menschen keinerlei Gedanken drüber machen .

    Der Beitrag ist interessant und auch ich werde viel öfter drüber nachdenken , was passiert , wenn ich aus der Welt trete …

    Die Frage ist sehr interessant .

    Ernste Themen werden meiner Meinung nach viel zu selten angesprochen , aber da man in Büchern nicht nur in einer Traumwelt leben sollte , sondern auch die realen Tatsachen sich vor Augen halten sollte finde ich es unheimlich wichtig und gut , wenn solch ernste Themen in Jugendbüchern besprochen werden . Ich hoffe das viele Menschen es lesen werden und nachdenken .

    Gefällt mir

  8. Hallo,
    welch ein toller Beitrag. Ich finde es sehr gut, wenn in Jugendbüchern solche ernsten Anstöße gegeben werden und über die Frage, was mit dem digitalen Ich passiert, habe ich letztens noch einen Artikel gelesen. Solche Fragestellungen gab es halt vor einigen Jahren noch nicht.
    Ein Freund von mir hat vor zwei Jahren Selbstmord begangen und ich werde immer wieder ganz traurig, wenn ich Beiträge von ihm lese, die nicht gelöscht wurden.

    lg, Jutta

    Gefällt mir

  9. Hi Lisi,

    herzlichen Glickwünsch zur ersten Blogtour. Du bist ja ein Naturtalent! 😉 Dein Blog ist übrigens wunderschön, so frisch und hell, der macht sofort gute Laune. Ahhh, perfekt, und deine Leseliste werde ich mir gleich auch noch mal näher ansehen.

    Einen schönen sonnigen Tag

    Katrin

    Gefällt mir

  10. Hallo,
    das finde ich ganz ganz wichtig.
    Nur weil es ein Jugendbuch ist, muss es nicht oberflächlich sein.

    Alles Liebe
    Sophie

    Gefällt mir

  11. Hallo und vielen Dank für diesen interessanten Beitrag zur Blogtour! Ich finde es gut, wenn Jugendromane auch ernste Themen behandeln und dem Leser näher bringen. Generell finde ich es schön, wenn Bücher mich nachdenklich machen und tiefgründiger sind.

    Viele liebe Grüße
    Katja

    Gefällt mir

  12. Hallo ,

    ich finde sehr gut wenn ernste Denkanstöße in Jugendromanen gibt
    weil man kann sich Gedanken machen und das ist sicher wichtig für junge Menschen.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt

    Gefällt mir

  13. Huhu,
    also ich finde ernste Themen in Jugendbüchern echt gut, gerade wenn man in so Phasen ist. In meinem Bekanntenkreis sind leider schon einige jung gestorben, teilweise aufgrund eines Unfalles, aber auch Selbstmord war dabei…das hat micht verdammt berührt und ich finde es gut, wenn verschiedene Themen aufgegriffen werden. Finde da sollte es noch mehr Bücher geben!
    Lg
    Sandra

    Gefällt mir

  14. Hey, ernste Themen, die zum Nachdenken oder Umdenken anregen, sollte man ganz unbedingt in Jugendbücher packen, denn dadurch ist der Zugang, wie man gerne sagt, doch etwas „niederschwelliger“ als wenn ein Thema direkt oder in einem offizielleren, richtig ernsten Rahmen angesprochen wird. So lange das Buch noch andere Seiten zeigt und unterhaltsam ist, sich also die Waage zwischen Ernst, Freude und Spannung hält, passt das doch 🙂
    LG Steffi

    Gefällt mir

  15. Hallo,

    ich finde das toll, da ein Jugendroman meiner Meinung nach ein toller Ort für so was ist, da die Jugendlichen so quasi nebenbei angeregt werden über bestimmte Themen, Probleme oder auch das eigene Leben nachzudenken….

    LG

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s