Zitate aus „Freedom Bar“

Heute habe ich einige Zitate aus „Freedom Bar“ von David Bielmann für euch, einem Roman, der mir sehr gefallen hat, und aus dem ich am liebsten noch viel mehr und länger zitiert hätte. Aber irgendwann muss ja Schluss sein 😀

Am besten lest ihr das Buch selbst, es ist eine Empfehlung! Lustig und nachdenklich zugleich, was hoffentlich auch die Zitate zeigen, die ich für euch herausgesucht habe. Morgen erscheint meine Rezension zu Freedom Bar.

„Die meisten Leute (…) lasen jeden Tag die Zeitung und machten sie mit einer Zufriedenheit zu, als ob sie das Weltgeschehen verstanden hätten. (…) Mit dem Ablegen der Tageszeitung ins Altpapier wurde der Tag für vergangen und erledigt erklärt. Dabei war es doch gerade der Rückblick, der den Dingen Tiefe verlieh (…). Erst der Rückblick machte eine bestimmte Zeit richtig interessant, machte aus dem Alltag Kultur, und erst die Fähigkeit, zurückzublicken machte aus dem Menschen ein intelligentes Wesen.“ S. 85

 

„Die Alpen. Früher hielten die Fremde fern, heute lockten sie Fremde an – eine imposante Extravaganz der Natur waren sie geblieben. (…) Berge veränderten sich kaum, sie kümmerten sich nicht um Menschen und deren Moden, sie trugen über Jahrtausende die gleiche Form, und wenn man seinen Blick nur auf die Berge richtete, konnte man durch die Zeit reisen.“ S. 89

 

„Hast du schon mal überlegt, was sich so alles in einer kleinen Buchhandlung drin befindet? Wie viele Menschen da zusammenkommen, wieviel gedacht und gesagt wird und gefühlt wird, wie viele Reisen und Küsse und Morde stattfinden, wie viele Welten da erschaffen worden sind? Eine Buchhandlung ist ein Universum, in dem man sich frei durch Raum und Zeit bewegen kann. Gibt es etwas Schöneres?“ S. 137

 

„Als Bert von der Erde aus den Mond betrachtete, sich dabei vorstellte, vom Mond aus die Erde zu betrachten, kam er zu einer einfachen, aber doch elementaren Erkenntnis: Unter den sieben Milliarden Menschen, die derzeit auf der Welt lebten, gab es zu jeder Sekunde Tausende, die gerade enttäuscht worden waren, sich eine Träne von der Wange wischten und Trost beim Mond suchten. (…) vielleicht (…) war die Sehnsucht sogar das einzige Gefühl, das man auf sämtlichen belebten Planeten kannte.“ S.  147

 

„In diesen Tagen hatte er zwei neue Songs zu schreiben begonnen, neben „Happiness In Hell“ auch ein Werk mit dem epischen Arbeitstitel „The Truth About The Surreal Winter Morning“. Aus solchen Titeln waren die großen Songs geschnitzt, was jetzt noch fehlte, war ein Text. Und die Musik.“ S. 151

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4 Gedanken zu “Zitate aus „Freedom Bar“

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