Rezension zu „So was hat ein Mann im Gefühl“ von Mia Morgowski

viersterneKurz vor seinem 40. Geburtstag erfährt Anwalt Toby auf unangenehme Art und Weise, dass seine Freundin Birte ihn mit einem jüngeren Mann betrügt – und das schon seit über einem Jahr! Mit Sack und Pack verlässt sie ihn, nur das hässliche, gemalte Bild ihres Onkels bleibt in Tobys Haus zurück… Diesen Schicksalsschlag kann man laut Tobys Kumpeln nur mit einer Sache verkraften: gehörig Alkohol und raus aus dem einsamen Haus – hinein ins Nachleben auf der Reeperbahn. Ein wilder Abend inklusive Filmriss jagt den nächsten, während sich Toby mit seiner neuen Situation anzufreunden versucht. Er lernt die merkwürdige Trixie, Poledancerin Millie, Sexshopbesitzer Devil und die geheimnisvolle Alice kennen. Außerdem sorgen Tobys Kumpels, ein gestohlener Wagen und eine Würgeschlange für reichlich komische Momente.

Von der ersten Seite an bringt Autorin Mia Margowski den Leser mit ihrem Roman „So was hat ein Mann im Gefühl“ aus dem Rowohlt Verlag zum Lachen! Herrlich witzige Momente jagen einander, Situationskomik ist vorprogrammiert und manchmal möchte man gar nicht weiterlesen, weil man peinliche Momente schon erahnt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen. Humor steckt oft auch zwischen den Zeilen und auch die Charaktere der Geschichte haben häufig sehr komische Eigenschaften. Die Nebenhandlungen, wie die Suche nach einem Blumendieb zusammen mit Tobys lieber Sekretärin, die Kupplungsversuche von Lars, die kleinen Revierkämpfe zwischen Toby und seinem Kollegen Ronaldo und die Geschichten um Kröger, seine Frau und das gestohlene Auto halten die Spannung im Roman aufrecht. Als Leser hat man dadurch die Gelegenheit, sich schon seine Gedanken zu machen, was wohl hinter den einzelnen Gegebenheiten steckt.

Leider gibt es im ersten Drittel für meinen Geschmack viel zu viele Alkoholeskapaden, sodass man irgendwann den Eindruck hat, alles schon einmal gelesen zu haben. Im letzten Drittel des Romans geht es dann noch einmal bergauf, es gibt auch ein paar nachdenkliche Momente, man erfährt, wer sich hinter der geheimnisvollen Alice verbirgt und das Ende ist gut gelungen.

Alles in Allem hätte ich mir mehr Tiefgang und weniger Alkohol gewünscht. Gut unterhalten worden bin ich aber allemal und richtig lustig ist die Geschichte um Toby auf jeden Fall.

978-3-499-26966-0Zur Buchseite des Verlags

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