Rezension zu „Der Lavendel-Coup“ von Carine Bernard

viersterneZusammen mit Molly Preston reist der Leser im Buch “Der Lavendel-Coup” von Carine Bernard aus dem Verlag Knaur nach Frankreich in die schöne Provence.

Die “bildhübsche und hochintelligente” Molly arbeitet als Ermittlerin und soll für ihren neuesten Auftrag als Kunststudentin getarnt gegen den Bankier Fondette ermitteln. Dazu restauriert Molly undercover als “Marie” eine alte Kapelle. Dabei stößt sie auf eine Zeichnung, die im Putz verborgen ist und sich als Gaunerzinken herausstellt: der Beginn  einer spannenden Schatzsuche und der Aufklärung von gleich drei Kriminalfällen!

Beim Lesen fühlt man sich unweigerlich in Frankreich. Da ich dorthin sehr gerne reise, kam bei mir sofort großes Fernweh auf! Die Provence wird bildlich beschrieben: die Boule spielenden alten Herren, die kulinarischen Genüsse und die  wundervolle Landschaft. Auch wer noch nicht dort war, möchte am liebsten sofort mit Molly tauschen. Diese Schilderungen werden in einem ausgewogenen Maß erzählt, es wirkt stimmig und nicht wie ein Reiseführer.

Die Geschichte lässt sich zügig lesen, dabei kommt keine Langeweile auf. Genau das richtige für ein entspanntes Lesen und Träumen. An manchen Stellen erschien mir die Story ein wenig unglaubwürdig und alles ein bisschen zu offensichlich. Schade fand ich es, dass Molly allein ermittelt und daher viel beschrieben und erzählt wird. Stellenweise findet sich über viele Seiten hinweg keine wörtliche Rede. Ein weiterer wichtiger Charakter hätte der Geschichte vielleicht gut getan. Zum Beispiel hätte der Kommissar eine größere Rolle spielen können oder auch Mollys Freund Charles. So würde man gerne mehr über die Charaktere erfahren.

Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte teilweise richtig spannend wird, dabei aber nicht brutal ist, man gerne mit Molly auf Schatzsuche geht und miträtselt. Unbedingt will man wissen, wohin die einzelnen Spuren führen, ob am Ende wirklich ein Schatz versteckt ist und wie die Geschichte um den alten Bankraub mit dem Mord und dem eigentlichen Auftrag, gegen Fondette wegen Wirtschaftskriminalität zusammenhängt.

Alles in Allem ein schöner Debütroman, besonders auch aufgrund der Tatsache, dass er durch kleine Geschichten über Molly beim Geocachen entstanden ist. Ich bin gespannt auf Mollys nächstes Abenteuer.

Der-Lavendel-CoupeRiginal, Knaur eBook
03.08.2015, 200 S.
ISBN: 978-3-426-43779-7

homepage: www.droemer-knaur.de

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4 Gedanken zu “Rezension zu „Der Lavendel-Coup“ von Carine Bernard

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